Texte zur Kunst #124 I Dezember 2021 -Collectivity

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Kooperation und Kollaboration sind Schlüsselbegriffe des globalisierten Kunstfelds. So verwundert es nicht, dass Kollektive in der Kunst derzeit hoch im Kurs stehen: von den Streikbewegungen an Museen über die Documenta bis zum Turner Prize – kaum je eine im Namen der Kunst antretende Großveranstaltung zeichnet sich heute nicht durch gemeinschaftsförmige Praktiken und die Anrufung von Gemeinsinn aus. Diese Dezember-Ausgabe von Texte zur Kunst fragt nach dem Verhältnis von Kunst und Aktivismus sowie nach dem Selbstverständnis von Künstler*innen, die in und mit Kollektiven arbeiten. Um dem Ideal emanzipatorischer Arbeits- und Lebensformen zu entsprechen, darf Gemeinschaftlichkeit, so die These dieses Heftes, nicht vorschnell als Egalisierungsstrategie missverstanden, sondern muss als soziale Frage einsichtig werden: als Mittel zur Umverteilung von Kapital, Mitsprache und Anerkennung.